www.luftarchiv.de
www.jg27.de
www.afrika-korps.de
www.lexikonderwehrmacht.de
 
  SUCHANFRAGEN
 
Leitfaden zur Personensuche:

Oft bekomme ich Anfragen von Personen & Familien, die ehemalige Angehörige des deutschen Afrikakorps suchen. Mittlerweile ist der Umfang derart groß, dass ich mich dazu entschlossen habe einen Leitfaden zu erstellen, wie man an solch eine Suche herangehen sollte. Man darf nicht vergessen, dass das Afrikakorps eine Armee war, die aus ca. 150.000 deutschen Soldaten bestand, daher können wir kaum behilflich sein, wenn uns jemand schreibt, dass er einen Herrn Mustermann sucht und uns als einzige Information mitgibt, dass dieser Mann in Afrika war. Kurz um je mehr Informationen uns der Suchende bereits geben kann, desto leichter ist es für uns, ihm zu helfen.

Beginnen sollte man grundsätzlich mit einer Anfrage beim Volksbund Deutsches Kriegsgräberfürsorge, ob der Gesuchte nicht gefallen ist. Dies kann man direkt online machen unter www.volksbund.de und dort über die Online-Gräbersuche. Für die Suche reichen meistens Name und Geburtsdatum.

Der nächste Schritt (und dies ist einer der wichtigsten), wäre eine Suchanfrage bei der Deutschen Dienststelle (WASt, früher Wehrmachts-Auskunftstelle). Den Suchantrag kann man ebenfalls im Internet stellen unter
http://dd-wast.de/
. Hierbei ist aber einiges zu beachten. Das wichtigste ist der Datenschutz, hierbei zitiere ich direkt die WASt:

"Das in der Deutschen Dienststelle (WASt) verwahrte Original-Schriftgut der ehemaligen deutschen Wehrmacht und anderer militärischer bzw. militärähnlicher Verbände aus der Zeit des II. Weltkrieges wird für die von uns zu erbringenden gesetzlichen Aufgaben benötigt. Es handelt sich nicht um Unterlagen im Sinne des Bundesarchivgesetzes. Grundlage der Benutzerordnung bildet das Gesetz über die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Deutschen Dienststelle (WASt) vom 26.01.1993 (GVBl. Nr. 7 vom 30.01.1993, 49. Jahrgang).
Demnach ist die Übermittlung hier vorliegender personenbezogener Daten über lebende Kriegsteilnehmer an Privatpersonen und Institutionen außerhalb des öffentlichen Bereichs nur mit Genehmigung der Betreffenden selbst möglich. Bei Gefallenen oder während des Krieges Verstorbenen ist dagegen eine Auskunftserteilung unbedenklich. Schutzwürdige Belange sind in der Regel ebenfalls nicht mehr beeinträchtigt, wenn der Betroffene zehn Jahre oder länger verstorben ist. Ist das Todesdatum ungeklärt, so ist ab 90 Jahren nach der Geburt nicht mehr von einer datenschutzrechtlichen Beeinträchtigung auszugehen."

Das heißt also, dass Nicht-Familienangehörige nur Informationen bekommen können, wenn zwischen dem aktuellen Datum und dem Geburtsdatum des Gesuchten mind. 90 Jahre liegen oder der Gesuchte seit mindestens 10 Jahren verstorben ist. Bei Familienangehörigen reicht die Vollmacht eines direkten Hinterbliebenen aus. Hat man diese Voraussetzungen erfüllt, kann die Dienststelle Auskunft zu folgenden Punkten geben:

· Erstattung von Kriegssterbefallanzeigen
· Bescheinigungen zu Todeserklärungsverfahren
· Klärung von Vermisstenschicksalen
· Erkennungsmarkenentschlüsselungen
· Feldpostnummernentschlüsselungen
· Nachweis von Kriegsgräbern
· Nachlassverwaltung
· Bescheinigungen über militärische Dienstzeiten / militärischer Werdegang
· Bescheinigungen zur Vorlage bei Versorgungsämtern (Kriegsopferversorgung)
· Nachweise über: Kriegsgefangenschaft, Orden und Ehrenzeichen, Staatsangehörigkeit

Das wichtigste für uns ist hier der militärische Werdegang, da er die Einheiten angibt, bei denen der Gesuchte war.
Die Bearbeitungszeit bei der WASt kann von 2 Monaten bis zu einem Jahr dauern, dafür hat die Dienststelle Unterlagen von ca. 20 Millionen Soldaten und man wird hier fast immer fündig.

Hat man nun die Einheit des Gesuchten gefunden, kann man wieder Kontakt (E-Mail Adresse unten) mit mir (Herrn Linzer) aufnehmen. Ich werde dann versuchen, soviel wie nur möglich an Informationen zu sammeln und zusammenzustellen. Diese werden ich Ihnen zukommen lassen.

Weitere Stellen, an die man sich zur Suche wenden kann, wären die des Deutschen Roten Kreuzes (http://www.drk-suchdienst.org/) und die Website http://www.vermisst-gefallen.net/.

ich hoffe, dass ich Ihnen so helfen konnte und wünschen Ihnen eine erfolgreiche Suche.
Kontakt:
webmaster@deutsches-afrikakorps.de

Erinnerungen
Tagebücher
Interviews
Suchanfragen
Forum Deutsches Afrikakorps
Copyright 2006 | Impressum |